Aktuelle Nachrichten

Kosten der medizinischen Masken für Kinder

Stellungnahme des LandesElternRat Sachsen

Seit dem 15.02.2021 sind die Grundschulen sowie der Primarbereich der Förderschulen wieder im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet. Damit verbunden ist die Auflage, dass die Schülerinnen und Schüler einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen müssen, solange sie sich nicht in ihrer festen Gruppe im Klassenzimmer aufhalten. Entsprechend ist neben der etwaigen Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, bei welche alle Personen einen derartigen MNS tragen müssen, insbesondere der Weg vom Schultor bis in den Klassenraum und zurück, der Gang zur Toilette, zum Speisesaal, bei der Essensausgabe und ein eventueller Wechsel zwischen den Klassenräumen mit einem medizinischen MNS zu bewältigen.

Dem Landeselternrat Sachsen geht es an dieser Stelle ausdrücklich nicht darum, dass auf das Tragen verzichtet werden soll, sondern dass die Eltern mit den zusätzlichen Kosten wieder allein gelassen werden. Darauf haben wir bereits im Zusammenhang mit der technischen Ausstattung wie auch den Verbrauchsmaterialien während der häuslichen Lernzeit hingewiesen und dieses Problem setzt sich fort.

Um dieses etwas zu verdeutlichen, wollen wir eine kleine Rechnung anstellen, die angesetzten Kosten beruhen auf Preisen medizinischer MNS für Kinder, welche in überörtlichen Drogeriemärkten ausgemacht wurden:

Gehen wir von einem Maskenpreis von EUR 0,50 aus (ja, medizinische Masken für Kinder sind teurer als die Version für Erwachsene). Schultäglich werden davon mindestens zwei benötigt, gern auch einmal mehr. Somit ergeben sich Aufwendungen von ca. EUR 20,00 pro Monat im absoluten Idealfall. Sicherlich wird dies für einige Eltern keine spürbare finanzielle Mehrbelastung sein, aber für viele andere bedeutet es deutliche Einschnitte an anderer Stelle, worunter letztlich auch wieder die Kinder zu leiden haben.

Aus diesem Grund sollten die Eltern hinsichtlich dieser Kosten entlastet werden! Möglich wäre es, diese Masken kostenfrei über die Schulen zur Verfügung zu stellen, sie via Post zuzusenden oder über Apotheken auszugeben, ggf. sogar gegen einen geringen Eigenanteil. Entlastung könnte weiterhin geschaffen werden, indem diese Kosten steuerlich geltend gemacht werden können, im Rahmen der Leistungen der Bildung und Teilhabe übernommen werden etc.

Die Stellungnahme des erweiterten Vorstands zum Download finden Sie hier:

LandesElternRat an der Erarbeitung der AWMF S3-Schulleitlinie beteiligt

S3-Leitlinie Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen | Lebende Leitlinie
Kurzfassung

Der LandesElternRat Sachsen wurde zum Ende des letzten Jahres von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) zur Mitarbeit an einem Leitlinienprojekt zu COVID-19 bedingten Schulmaßnahmen eingeladen. Als einer von zwei bundesweit eingeladenen Landeselternbeiräten, haben wir diese Einladung sehr gern angenommen. Die Erarbeitung der Leitlinie zeichnet sich durch die evidenzbasierte Arbeitsweise, einer sehr breiten Beteiligung und der Abstimmung im Konsenz aus. Die beste Grundlage für eine hohe Akzeptanz der Ergebnisse.

Vorab wurde heute die Leitlinie in einer Kurzfassung veröffentlicht. Die aktuelle Langfassung soll zum Ende Februar fertigestellt und veröffentlicht werden.

Wichtig an dieser Stelle noch zu erwähnen,
die Leitlinie ist keine Entscheidungsgrundlage dafür, ob Schulen wieder geöffnet werden können. In der Leitlinie wird das Thema Schulschließungen ausdrücklich nicht behandelt.

Die aktuelle Presseinformation zur Veröffentlichung der Kurzfassung

Die COVID-19-Pandemie stellt für Schulen eine große Herausforderung dar. Trotz Unsicherheiten über die Wirkung von Maßnahmen müssen dort weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Um in dieser Situation wissenschaftlich fundierte und konsentierte Handlungsempfehlungen anbieten zu können, wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) eine Kurzversion der S3-Leitlinie zu "Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen" veröffentlicht.

Erarbeitet wurde sie von einer repräsentativen Gruppe von Wissenschaftler*innen, am Schulgeschehen Beteiligten und Entscheidungsträger*innen aus Fachgesellschaften, Verbänden und Organisationen.

Die Empfehlungen

Entscheidend sind nicht die Einzelmaßnahmen, sondern die aufeinander abgestimmte Umsetzung in Maßnahmenpaketen. Ausgangspunkt ist ein Standard-Maßnahmenpaket, das sich an den allgemein in der Bevölkerung geltenden AHA+L Regeln orientiert und das konkret Abstand, Hygiene, das Tragen einer angemessenen Maske und Lüften vorsieht.

Die Empfehlungen umfassen neun Fragestellungen: Reduktion der Schüler*innenzahl im Präsenzunterricht, Tragen von Masken in Schulen, Infektionsschutz auf Schulwegen, Musik- und Sportunterricht, Umgang mit Verdachtsfällen und Quarantäne in den Klassen, Lüften in Schulen und Luftreinigung in Unterrichtsräumen. Schulschließungen wurde nicht behandelt.

Die Evidenz

Die Empfehlungen beruhen auf einer Gesamtschau der aktuell verfügbaren Studien zur Wirksamkeit der entsprechenden Maßnahmen. Allerdings sind dies zum größten Teil Modellierungsstudien, deren Ergebnisse nur eingeschränkt in den Schulalltag übertragbar sind. Neben dem Blick auf die gesundheitlichen Wirkungen von Maßnahmen wurden auch Kriterien zu Akzeptanz und gesundheitlicher Chancengleichheit, zu sozialen und ökologischen Folgen aber auch finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen und letztlich auch Machbarkeit berücksichtigt. Dieser umfassende Blick ermöglicht eine weitreichende Abwägung von Nutzen und Schaden aller Maßnahmen, Einschränkungen der Grundrechte wurden ebenfalls betrachtet.

Um sowohl die Wirksamkeit als auch unerwünschte Folgen der Maßnahmen zu erfassen muss die Umsetzung wissenschaftlich begleitet werden. Dies trägt nicht nur dazu bei, die Evidenzlage stetig zu verbessern, sondern ermöglicht auch Kurskorrekturen.

Kurzfassung der Leitlinie "Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen - Lebende Leitlinie":

Weiterführende Informationen:

AWMF - Leitlinien-Detailansicht

AWMF - Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V.

Auswertung der Umfrage zur pandemiebedingten Situation an den Schulen in Sachsen

Durchgeführt vom 17. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 durch den Landeselternrat Sachsen

Zunächst wollen wir uns recht herzlich für die hohe Anzahl an TeilnehmerInnen der Umfrage bedanken. Darüber sind wir außerordentlich erfreut, denn so gelingt es uns, ein differenziertes Meinungsbild zu erhalten. Dieses wird uns in unserer weiteren Arbeit prägen, um als Elternvertreter auch wirklich die Stimme der Eltern zu sein.
Ganz bewusst haben wir uns dazu entschieden, die Umfrage auch an SchülerInnen, LehrerInnen, SchulleiterInnen und andere an Schule Beteiligte zu richten. Denn es ist für uns auch wichtig zu sehen, ob sich die Wahrnehmung der Eltern, z.B. hinsichtlich Lernfortschritt und Prüfungsvorbereitung, sich mit der Einschätzung der anderen Personengruppen deckt.

Zu Beginn der Auswertung (01.01.2021) wurde die Umfrage 36.496 Mal beantwortet. Die genaue Anzahl an Personen, die an der Umfrage teilnahmen, lässt sich nicht feststellen, da es möglich und gewünscht war, die Umfrage mehrmals auszufüllen, z.B. wenn man mehrere schulpflichtige Kinder hat oder gleichzeitig LehrerIn und Elternteil ist. Aufgrund dessen, dass der Landeselternrat Sachsen keinen Einfluss darauf nehmen konnte und genommen hat, wer an dieser Umfrage teilnimmt, stellen die Ergebnisse kein repräsentatives Bild der sächsischen Elternschaft dar. Somit ist es uns nicht möglich, eventuell auftretende (z. B. soziokulturelle Einflüsse) zu eliminieren. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Personen teilgenommen haben, die keine Eltern mit schulpflichtigen Kindern in Sachsen sind. Auch ist eine versehentliche oder beabsichtigte Falschbeantwortung nicht ausgeschlossen. Trotz aller vorgenannten Einflüsse, erachten wir die Ergebnisse der Umfrage insbesondere aufgrund der hohen Teilnehmerzahl als aussagekräftig, um daraus Rückschlüsse für unsere weitere Arbeit zu ziehen.
Bei den angegebenen möglichen Ursachen der Ergebnisse handelt es sich um die Schlussfolgerungen, die die Mitwirkenden des Landeselternrates – auch unter Berücksichtigung anderer eingegangener Anfragen, Rückmeldungen etc. – gezogen haben. Diese erheben weder Anspruch auf Richtig- noch auf Vollständigkeit. Uns ist es allerdings ein Anliegen, transparent mit den Ergebnissen umzugehen und auch, welche Rückschlüsse wir daraus ziehen, da diese unser weiteres Vorgehen mitbestimmen.

Sollten Fragen oder Anmerkungen zu der Auswertung bestehen, wenden Sie sich gern an info@ler-sachsen.de

Gemeinsame Pressemitteilung – Landeselternrat & zehn Kreiselternräte Sachsens

Stellungnahme zur aktuellen Situation

Die letzten Wochen waren für die meisten Eltern außerordentlich hart! Das meint nicht nur die Mehrfachbelastung, die die Situation derzeit mit sich bringt. Was viele unter uns Elternvertretern als ausgesprochen belastend empfinden ist der Umstand, nicht gehört zu werden. Wir stecken viel Kraft und Zeit in unsere ehrenamtliche Tätigkeit, sprechen und schreiben mit vielen Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen, Referendaren, SchülerInnen und natürlich auch den verantwortlichen Personen im Staatsministerium für Kultus. Es ist verständlich, dass wir nicht immer alle einer Meinung sind, dass Argumente ausgetauscht werden und durch unterschiedliche Prioritäten unterschiedliche Meinungen entstehen. Was allerdings nicht verständlich ist, ist der politische Kurs, der mit den Eltern und allen an Schule Beteiligten gefahren wird!
Damit Entscheidungsträger ihre Kraft nutzen, um tragfähige Konzepte für die Bildungseinrichtungen zu entwickeln, haben wir uns in den letzten Wochen sehr mit öffentlicher Kritik zurückgehalten. Um dies zu unterstützen, haben wir viele Vorschläge unterbreitet, wie man diverse Themen angehen kann und was es zu bedenken gilt. Dies betrifft alle Bereiche, die derzeit ganz drängend sind, von der technischen Ausstattung und den Lernplattformen, über das Thema Unterrichtsabdeckung hin zu Notbetreuung. Und natürlich ganz weit vorn die Abschlussprüfungen sowie die Umsetzbarkeit der Lehrpläne in diesem Schuljahr. Diese Vorschläge waren nicht aus der Luft gegriffen, sondern mit vielen Personen aus unterschiedlichen Elternräten diskutiert, mit Leuten aus der Praxis wurde die Umsetzbarkeit erörtert und mit viel Hoffnung und Herzblut den Entscheidungsträgern vorgetragen. Es ist extrem frustrierend, wenn man bemerkt das man nicht gehört wird bzw. das Einwände abgetan werden.
Wir merken immer wieder, dass bei vielen Punkten mit Lehrervertretern, Schulleitungen, SchülerInnen und anderen direkt Betroffenen Einigkeit besteht, dass man gut zusammenarbeitet, um gemeinsam das Bestmögliche zu erreichen. Doch wir sind in bestimmten Punkten darauf angewiesen, dass Gesetzgebung und Verwaltung Rahmenbedingungen schafft, mit denen auch gearbeitet werden kann. Die Verfehlungen der letzten Wochen aufzuzählen (man erwähne nur LernSax und der fehlende Plan B) würde den Rahmen sprengen und bringt uns akut auch nicht weiter. Daher wollen wir uns auf die Themen beziehen, die für die kommenden Wochen anstehen:
- Abschlussprüfungen
- Erfüllung der Lehrpläne
- Notbetreuung und andere Unterstützung

Die Stellungnahme im kompletten Wortlaut finden Sie hier:

Notbetreuung – Antwort des Sächsischen Staatsministerium für Kultus

Keine andere Lösung möglich

In unserer Stellungnahme vom 11. Dezember 2020 hinsichtlich der Regelungen der Notbetreuung ab 14. Dezember 2020, haben wir auf den dringenden Anpassungsbedarf hingewiesen. Leider erhielten wir auf dem Postweg erst in dieser Woche (Posteingang 7. Januar 2021) die Antwort des Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK). In dieser wies das SMK auf die ernste Lage hin. Um einen weiteren Anstieg der Krankheits- und Todesfälle zu verhindern, ist keine andere Lösung möglich. Für die getroffenen restriktiven Regelungen, bat das SMK um Verständnis. Der erweiterte Vorstand des LER bedauert die Regelung in der vorliegenden Form sehr. Nach aktueller Information soll diese voraussichtlich bis zum 7. Februar 2021 gültig sein.

Umfrage des LandesElternRat zur aktuellen Situation

Ihre Meinung zählt!

Unter diesem Motto möchten wir alle an Schule Beteiligte aus Sachsen einladen, an unserer Umfrage teilzunehmen. Ziel ist es in der aktuellen Situation ein möglichst breites Bild darüber zu bekommen, wie es derzeit läuft und – noch wichtiger – wie es weitergehen soll.

Daher bitten wir, nehmen Sie teil und leiten Sie den Link zur Umfrage auch an andere SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern sowie andere Beteiligte, wie das Verwaltungspersonal, das technische Personal, InklusionsassistentInnen, GTA-Kräfte etc weiter. Die Umfrage kann bis zum 1. Januar 2021 um 23:59 Uhr beantwortet werden.

Wir freuen uns auf Ihre Meinungen und wünschen Ihnen schon einmal eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2021!

Umfrage mittels QR-Code öffnen

Stellungnahme des erweiterten Vorstands zur Notbetreuung

Nachbesserung hinsichtlich der Regelungen der Notbetreuung ab 14. Dezember 2020

Mit Sorge betrachten wir seit Wochen die Infektionszahlen im Allgemeinen und insbesondere in den Schulen. Nun ist mittlerweile das Kind in den Brunnen gefallen und es müssen Kindertagesstätten und Schulen komplett schließen. Angesichts der mittlerweile eingetretenen Situation sehen wir dies als folgerichtige und notwendige Entscheidung!

Allerdings sehen wir einen deutlichen Bedarf an Nachbesserung beim Thema Notbetreuung. Wir erachten es als richtig, dass es sehr restriktiv gehandhabt wird, welche Berufsgruppen einen Anspruch auf eine Notbetreuung haben. Problematisch ist allerdings die Einschränkung auf die 1. bis 4. Klassenstufen. In der Regel sind die SchülerInnen auch in der 5. und 6. Klasse unter 12 Jahre alt. Zudem gibt es auch Betreuungsbedarf bei Kinder über 12 Jahre, insbesondere wenn eine Behinderung ganz gleich welcher Art vorliegt.

Daher sehen wir hier einen dringenden Anpassungsbedarf!

Momentan wird gerade den Eltern wieder sehr viel abverlangt und gleichzeitig wollen wir bzw. wir alle sind darauf angewiesen, dass Eltern in den sogenannten systemrelevanten Berufen ihrer Tätigkeit nachkommen können, so dass hier alles unternommen werden muss, um diesen nicht noch Steine in den Weg zu legen.

Zudem muss im Bereich der Kinder an Förderschulen nachreguliert werden. Hier ist wesentlich mehr darauf zu achten, in welcher Situation sich die SchülerInnen befinden, denn bei diesen Kindern hängen häufig Therapiestände, sonderpädagogischer Förderbedarf und weitere spezielle Bedürfnisse dran, die nicht darauf reduziert werden können, welche Klassenstufe besucht wird.

Aus den genannten Gründen fordern wir ausdrücklich eine Nachbesserung hinsichtlich der Regelungen der Notbetreuung, die ab kommenden Montag gelten sollen.

Der erweiterte Vorstand des Landeselternrat Sachsen

Die Stellungnahme des erweiterten Vorstands zum Download finden Sie hier:

Schärfere Regeln für Hotspots ab 1. Dezember

Stand: 27.11.2020, 20:50 Uhr — 1. Korrektur
Quelle: www.medienservice.sachsen.de

Kabinett beschließt neue Corona-Schutz-Verordnung

Achtung Korrektur: Präzisierung der Regelungen für die Wocheninzidenz 50

Aufgrund der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen in Sachsen hat das Kabinett heute eine neue Corona-Schutz-Verordnung beschlossen, um die Dynamik der Corona-Pandemie deutlich einzudämmen. Sie gilt vom 1. bis einschließlich 28. Dezember 2020 und setzt das Ergebnis der Beratungen u.a. im Landtag und der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin um. Die Verordnung wurde entsprechend der Änderungen des Infektionsschutzgesetzes angepasst. Die Verordnung sieht weitere Einschränkungen in besonders betroffenen Regionen vor.

Die Corona-Schutz-Verordnung beinhaltet schärfere Kontaktbeschränkungen: Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum sind auf höchstens zwei Hausstände bis maximal fünf Personen zu begrenzen. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden nicht mitgezählt. Anlässlich des Weihnachtsfestes sind ab 23. Dezember Treffen mit insgesamt zehn Personen aus dem Familien- und Freundeskreis zulässig.
Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird ausgeweitet. Sie gilt nun auch in Arbeits- und Betriebsstätten außer am unmittelbaren Arbeitsplatz, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern dort eingehalten werden kann.
Die derzeit gültigen Vorgaben zur Schließung von Einrichtungen und Angeboten bleiben bestehen. Musikschulen dürfen wieder für den Einzelunterricht öffnen.
Gemäß des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten darf sich in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Bei Geschäften mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich insgesamt auf einer Fläche von 800 Quadratmetern höchstens ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten, auf der darüber hinaus gehenden Fläche höchstens ein Kunde pro 20 Quadratmetern.

Neu geregelt wird die Verpflichtung der Landkreise und Kreisfreien Städte, ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen weitere Maßnahmen anzuordnen. Dazu gehören insbesondere:
• ein umfassendes oder auf bestimmte Zeiten und Orte beschränktes Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums
• die Schließung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung
• die weitere Beschränkung der Teilnehmerzahl von Versammlungen, wenn dies aus infektionsschutzrechtlichen Gründen geboten ist

Ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sind durch die Landkreise oder die Kreisfreien Städte zeitlich befristete Ausgangsbeschränkungen anzuordnen. Das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund ist untersagt. Zu den triftigen Gründen gehören:

• Weg zur Schule, Arbeit, Kita, Arzt
• Einkaufen (innerhalb des eigenen Landkreises bzw. Kreisfreien Stadt sowie des Nachbarlandkreises bzw. benachbarten Kreisfreien Stadt), Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen
• Besuche, soweit durch Kontaktbeschränkungen erlaubt
• Unterstützung Hilfsbedürftiger
• Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis
• Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs sowie Besuch des eigenen oder gepachteten Kleingartens oder Grundstücken unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen

Versammlungen in Landkreisen oder in Kreisfreien Städten, in denen der Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen fünf Tage lang überschritten wird, sind auf maximal 200 Teilnehmer zu beschränken.
Ein auf bestimmte Zeiten und Orte beschränktes Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums ist anzuordnen.

Originaltext des SMS zum Download finden Sie hier:

Pressemitteilung des Landeselternrat zum Unterricht im Wechselmodell

Der Landeselternrat Sachsen bezieht Stellung zur Warnung des sächsischen Kultusministers Christian Piwarz zum leichtfertigen Übergangs zum Wechselmodell - "Sachsen gegen Unterricht im Wechselmodell".

Mit viel Interesse und gleichzeitig mit großer Verwunderung haben wir am Montagabend die Ausführungen des Kultusministers Christian Piwarz in der Sächsischen Zeitung gelesen. Hier war die Rede von „einer verlorenen Schülergenerationen“, „leichtfertiger Übergang zum Unterricht im Wechselmodell“ und „entsetzen“ zu lesen.

Die ganze Pressemitteilung zum Download finden Sie hier:

Den Artikel in der Sächsischen Zeitung hier zum nachlesen:

Ergebnisse zur Umfrage des Landeselternrat Sachsen

Liebe Eltern,

es hat zwar einigen an Zeit in Anspruch genommen, aber wir haben es geschafft: die Auswertung unserer Umfrage steht nun für alle zur Verfügung!
Die Umfrage wurde insgesamt 14.731 mal beantwortet. Wir waren absolut überwältigt und möchten euch herzlich für eure Teilnahme danken!
Sicher ist nicht alles optimal gelaufen und es tut uns sehr leid, dass einige zu spät davon erfahren haben. Diese und andere Erkenntnisse werden wir auch mitnehmen, um es zukünftig noch besser hinzubekommen.

Sollten sich aus der Auswertung Fragen oder Anmerkungen ergeben, kontaktiert uns gern über info@ler-sachsen.de. Wir geben uns wie immer viel Mühe, schnellstmöglich zu antworten.

Viel Spaß beim Lesen,
Euer Landeselternrat Sachsen

Umfrage des Landeselternrats Sachsen

Liebe Eltern, vielen Dank für die zahlreichen Antworten auf unsere Umfrage - es haben fast 15.000 Eltern teilgenommen. In den kommenden Tagen werden wir die Antworten analysieren, auswerten und im Anschluss hier veröffentlichen.

Als Landeselternrat Sachsen sind wir die gewählten Vertreter aller Eltern in Sachsen mit minderjährigen Kindern an Schulen. Als Ihre Vertreter versuchen wir immer, ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen Situation der Eltern, die wir vertreten, zu erhalten. Aus diesem Grund bitten wir Sie, sich fünf Minuten Zeit zu nehmen, um an unserer Umfrage teilzunehmen. Da es uns wichtig ist, ein differenziertes Bild nach Schulformen zu erhalten, möchten wir Sie bitten, den Fragebogen je Kind einmal auszufüllen. Sie haben entsprechend die Möglichkeiten, diesen mehrmals auszufüllen. Vielen Dank!

Die Umfrage ist abgeschlossen!

Gemeinsame Pressemitteilung des Landeselternrates sowie der Kreiselternräte Sachsens

Der Landeselternrat Sachsen sowie alle 13 Kreiselternräte beurteilen die derzeitige Situation, die durch das Kultusministerium Sachsen verursacht wurde, für nicht mehr tragbar. Dies wird durch mehrere Faktoren geprägt:

  • Fehlende Kommunikation
  • Ergriffene Maßnahmen und Vorgaben sind nicht stimmig
  • Drohungen mit Ordnungsbehörden und Inobhutnahme
  • Fehlende längerfristige Konzepte

Die ganze Pressemitteilung zum Download finden Sie hier:

Schulöffnungen ab 18. Mai 2020

Am 08. Mai 2020 wurde seitens der Landesregierung entschieden, dass die Schulöffnungen in die dritte Phase gehen. Während die weiterführenden Schulen wie Oberschulen und Gymnasien etc., den Präsenzunterricht kapazitätsabhängig planen konnten, bestand für die Grundschulen und die Primarstufe der Förderschulen die Maßgabe alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 1 bis 4 in der Schule zu unterrichten. Ebenfalls wurden von den sonst gebotenen Abstandsregeln in Grund- und Förderschulen abgesehen und dafür die strikte Einhaltung von festen Klassen- oder Gruppenverbänden vorgegeben, welches ebenfalls für die Hortbetreuen gelten soll, soweit die personell und räumlich möglich ist. Diese strikte Trennung soll eine Durschmischen der Gruppen verhindern und so die Infektionsketten nachvollziehbar machen.

Die Hinweise, dass dieses Konzept vielerorts nicht realisierbar ist und damit dieses Konzept als eher als Gefahr für die Gesundheit der Kinder angesehen wird, wurden vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) nur bedingt gehört. Vielmehr führten erst zwei gerichtliche Eilanträge beim Verwaltungsgericht Leipzig dazu, dass das SMK - wenn auch ohne Verständnis darüber - zurückrudert und die Schulbesuchspflicht der Schülerinnen und Schüler der Grund- und Förderschulen bis zum 05. Juni 2020 aussetzt.

Das heißt konkret, dass Sie als Eltern entscheiden , ob Ihr Kind ab Montag, den 18. Mai 2020 in die Schule geht oder nicht. Sollten Sie sich dafür entscheiden, Ihr Kind zuhause zu lassen, sind Sie dazu verpflichtet die Lernaufgaben der Schule zu bearbeiten.

Weitere Kritik erntet die geforderte Gesundheitsbestätigung, welche täglich von den Eltern zu unterschreiben ist. Hiermit soll bestätigt werden, dass das schulpflichtige Kind und die im Haushalt lebenden Personen keine Symptome ausweisen, welche denen einer Covid-19 Erkrankung ähneln. Weiterhin präzisiert Staatsminister Piwarz, dass diese tägliche Erklärung, spätestens ab dem 15. Mai 2020, Voraussetzung für den Schulbesuch sein wird und wie beim Fehlen der Erklärung verfahren werden soll. In erster Line ist der betroffene Schüler zu isolieren, die Eltern sind zu informieren und verpflichtet ihr Kind abzuholen. Sollte die nicht gelingen, so ist die Schulleitung in letzter Instanz dazu verpflichtet das Ordnungsamt einzuschalten, sodass eine Inobhutnahme des Kindes veranlasst werden kann.

Diesem Verfahren widersprechen wir, als Landeselternrat Sachsen, entschieden. Generell herrscht absolutes Unverständnis bezüglich der Gesundheitserklärung. Den Eltern diesbezüglich mit Inobhutnahme zu drohen, verstärkt die ablehnende Meinung dazu um so mehr.

Haben Sie weiterführende Fragen oder Anmerkungen, setzen Sie sich mit der Geschäftsstelle des Landeselternrat Sachsen in Verbindung.

Hier finden Sie die aktuellen Verordnungen und Schreiben des Kultusministeriums:

Start der Abschlussklassen am 20. April

Mit der neuen Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 17. April 2020 werden die neuen Regelungen ab 20. April 2020 bekannt gegeben.

Grundsätzlich gilt, dass ein normaler Schulbetrieb bis zum 03. Mai 2020 nicht stattfindet. Ausnahmen bilden Abschlussklassen und -jahrgänge der allgemeinbildenden Schulen, berufsbildende Schulen und der Förderschulen (nicht mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung). Den Schülerinnen und Schülern soll so die Möglichkeit gegeben werden, sich nochmal intensiv auf die anstehenden Prüfungen vorzubereiten und diese bestmöglich abzulegen.

Die Prüfungsvorbereitungen und Konsultationen in den Schulen unterliegen strengen und wichtigen Hygienemaßnahmen, um eine Gefährdung der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Lehrerinnen und Lehrer bestmöglich zu vermeiden. Dazu stellen das Staatsministerium für Kultus und die Landesämter für Schule und Bildung den Schulen wiederverdenbare Masken und Desinfektionsmittel zur Verfügung. Weiterhin sollen Zugangskontrollen (ob Schülerinnen und Schüler respiratorische Symptome zeigen), Belehrungungen und Entzerrungen der Klassen dazu dienen, das Ansteckungsrisiko weiter zu mindern.

In allen Einrichtungen - Grund- und Förderschulen, Kindertageseinrichtungen, heilpädagogische Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflege - wird ein Notbetreuungsangebot weiterhin, wenn auch in etwas erweiterter Form zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen erfahren Sie in einem separaten Beitrag.

Erweiterung der Notbetreuung

Mit Öffnung der Schulen für die Abschlussklassen und -jahrgänge der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen und der Abschlussklassen der Förderschulen (nicht mit Schwerpunkt geistige Entwicklung) zur Durchführung von Konsultationen, Prüfungsvorbereitung und Prüfungen, war es notwendig, auch die Angebote der Notbetreuung zu erweitern. Hier heißt es auf der Seite Coronavirus in Sachsen dazu:

Ein Anspruch auf Notbetreuung besteht, wenn:

  • beide Personensorgeberechtigten oder der alleinige Personensorgeberechtigte bzw. in Fällen der Umgangsregelung der zur Antragstellung aktuell Personensorgeberechtigte in einem Sektor der Kritischen Infrastruktur nach Anlage 1 tätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind,
  • nur einer der Personensorgeberechtigten in folgenden Bereichen tätig ist und auf-grund dienstlicher und betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert ist und eine Betreuung durch den anderen Personensorgeberechtigten nicht abgesichert werden kann:
    • Gesundheitsvorsorge und Pflege
    • Rettungsdienst (einschließlich Berufsfeuerwehr
    • Öffentlicher Personennahverkehr
    • Polizei- und Justizvollzugsdienst
    • Schuldienst und Kindertagesbetreuung (einschließlich Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen mit betreuungspflichtigen eigenen Kindern
    • Komunal- oder Staatsverwaltung, sofern ein Personensorgeberechtigter mit den Aufgaben der Bekämpfung der Corona-Pandemie betraut ist

Voraussetzungen für die Notbetreuung ist, dass die Kinder und deren Personensorgeberechtigte

  • keine Symptome der Krankheit Covid-19 aufweisen und
  • nicht in Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person stehen oder seit dem Kontakt mit einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person 14 Tage vergangen sind und sie keine Symptome der Krankheit Covid-19 aufweisen. Dies gilt nicht für Personensorgeberechtigte mit Tätigkeit in der Gesundheitsversorgung, die in Ausübung ihrer Tätigkeit und bei Nutzung entsprechender Schutzausrüstung an Covid-19 erkrankte Patienten betreuen.

Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind über die oben genannten Voraussetzungen hinausgehend mehrfachbehinderte und schwerstmehrfachbehinderte Integrationskinder, unabhängig vom Beruf der Eltern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
https://www.coronavirus.sachsen.de/faq-notbetreuung-4371.html

Formular zur Erklärung des Bedarfs einer Notbetreuung in Kita und Schule

Liste der Sektoren der kritischen Infrastruktur

Öffnung der Schulen für Abschlussklassen

Das sächsische Kabinett hat heute entschieden, dass die Abiturprüfungen an den allgemeinsbildenden und beruflichen Gymnasien in öffentlicher und freier Trägerschaft, unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes, zu den geplanten Terminen ab dem 22. April 2020 stattfinden.

Gleichzeitig wurde die Entscheidung getroffen, ab dem 20. April 2020 die Gymnasien sowie Ober- und Förderschulen (mit Ausnahme des Förderschwerpunktes geistige Entwicklung), die entsprechenden Bildungsgänge an den Schulen des zweiten Bildungsweges und die berufsbildenden Schulen für die Abschlussklassen zu öffnen.

Konsultationen werden ab dem 20.04.2020 ermöglicht und schulintern abgestimmt. Weiterhin wird den Abiturientinnen und Abiturienten die Möglichkeit eingeräumt, selbst zu entscheiden, ob sie an dem regulären Prüfungstermin oder dem Termin zur Nachprüfung, ab dem 13. Mai 2020 teilnehmen möchten. Hierzu ist kein besonderer Nachweis nötig, jedoch ist, in diesem Fall, der Prüfungstermin der Nachprüfung verpflichtend. Wer wiederum aus wichtigem Grund am Nachtermin gehindert ist - ärztliches Attest erforderlich - dem wird ein weiterer Prüfungstermin noch vor den Sommerferien ermöglicht.

Für die Schülerinnen und Schüler zum Haupt- oder Realschulabschluss, sowie im berufsbildenden Bereich, wird die Zeit bis zum Prüfungsbeginn am 25. Mai für eine intensive Vorbereitung genutzt.

Die Allgemeinverfügung wird dahingehend geändert, dass der Unterricht in den Abschlussjahrgängen und eine Durchführung von Prüfungen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen möglich wird. Insbesondere wird dabei berücksichtigt, dass sowohl für den Unterricht in den Abschlussjahrgängen als auch für Prüfungsvorbereitung und Prüfungsdurchführung das gesamte Schulgebäude genutzt werden kann und sich nur die betreffenden Schüler, Lehrer und sonstiges erforderliches Personal in diesem Zeitraum im Schulgebäude aufhalten darf. Das Unterrichts- und Prüfungsgeschehen kann unter diesen Bedingungen räumlich so entzerrt werden, dass Infektionen nach menschlichem Ermessen weitestgehend vermieden werden können

Weitere Informationen sind im SMK-Blog enthalten.

Aufruf zum Erfahungsaustausch

Liebe Eltern, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Schülerinnen und Schüler

wir wollen euch unterstützen und euch miteinander vernetzen. Teilt uns eure Erfahrungen mit, wie Ihr die aktuelle Lernsituation meistert. Vielleicht helfen die Dinge, die Ihr macht, anderen Schüler*innen und Lehrer*innen und Eltern dabei, die eigenen Methoden zu verbessern und neue Ideen zu sammeln. Wir wollen diese positiven Erfahrungen und Ideen, welche Ihr bereits gemacht habt, sammeln und für alle anderen Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern öffentlich machen, damit wir alle voneinander profitieren können. 

Aber natürlich läuft es derzeit nicht überall und auch hier wollen wir unterstützen. Wie wollen helfen, dass diese Fälle offen angesprochen werden, dass man gemeinsam Lösungen findet und dass auch die zuständigen Stellen im Kultusministerium und LaSuB informiert werden, was nicht läuft und was die Eltern brauchen.

Schreibt uns dazu eine Mail oder sendet uns eine Sprachnachricht oder ein Video an:

erfahrungen@ler-sachsen.de

und beschreibt eure Situation bestmöglich. Wir bitten euch auch, uns euren Namen und den Namen eurer Schule mitzuteilen und ob ihr damit einverstanden seid, diese Angaben zu veröffentlichen.

Helfen wir uns gegenseitig, das Beste aus der Situation zu machen!

Offener Brief zur aktuellen Lage

Liebe Entscheidungsträger*innen,
liebe Schulleiter*innen,
liebe Lehrer*innen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Lage der unterrichtsfreien Zeit stellt alle Beteiligten von Schule vor erhebliche Herausforderungen. Da sind die Lehrer², die innerhalb kürzester Zeit Aufgaben für die Schüler zur Verfügung stellen mussten und dadurch ihre vorbereiteten Dinge über den Haufen werfen und sich oftmals auch schnellstens in die digitale Welt reinfinden mussten. Da sind die Schulleiter, die plötzlich ganz viele Fragen auf dem Tisch hatten, über die man sich zuvor nie Gedanken machen musste. Die nun auch irgendwie alles unter einen Hut bekommen müssen. Die Sekretariate, die immer wieder hunderte von Anfragen entgegennehmen und Auskunft geben müssen und auch immer wieder als Blitzableiter agieren müssen, wenn die Menschen mit der derzeitigen Situation schlicht überfordert sind. Außerdem sind die Schüler nicht zu vergessen. Einige, die kurz vor ihrem Abschluss stehen und mit Erschrecken feststellen müssen, dass es Diskussionen gibt, das Schuljahr einfach zu wiederholen und man ja noch ein Jahr dranhängen könnte. Die in dieser Zeit nicht einfach mit dem Lehrer nach dem Unterricht noch 5 Minuten ein paar Fragen klären können, die nicht in eine Bibliothek gehen können, um sich da noch einmal etwas in einem anderen Buch anzuschauen. Aber auch die jüngeren Schüler, die Angst darum haben, den Lehrstoff nicht aufholen zu können und damit den Abschluss verpassen oder sich sorgen machen, wenn gerade das vielleicht im nächsten Jahr in ihrer Abschlussprüfung drankommen wird.
Den vollständigen offenen Brief lesen Sie hier:

² Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird innerhalb des Textes auf die weibliche Form verzichtet und das generische Maskulinum verwendet.

Update 23.03.2020

Ab Heute tritt eine neue Allgemeinverfügung mit weiteren einschränkenden Maßnahmen in Kraft. Insbesondere wird das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund untersagt. Bezüglich der Verteilung von weiteren Lern- und Arbeitsmaterialien hat das sächsische Staatsministerium für Kultus den Schulleitern folgende Hinweise gegeben:

  1. Lehrkräfte können Lernmaterialien weiterhin im notwendigen Umfang an Schülerinnen und Schüler verteilen, weil dies zur Ausübung beruflicher Tätigkeiten gehört (Ziffer 2.2. der Allgemeinverfügung)
  2. Schülerinnen und Schüler, bzw. deren Eltern dürfen hingegen die häusliche Unterkunft nicht mit der Begründung verlassen, Lernmaterialien abzugeben, bzw. zu verteilen.

Das sächsische Staatsministerium für Kultus bittet weiter, nach Möglichkeit umfassend auf digitale Lernmöglichkeiten zu setzen und diese zu nutzen.

Aktuelles 13.03.2020

Liebe Eltern,
liebe Besucher der Website,

angesichts dieser außergewöhnlichen Situation ist es uns ein Anliegen, die Eltern und Betroffenen in Sachsen bestmöglich zu informieren. Wir stehen in engem Kontakt zum Sächsischen Ministerium für Kultus sowie dem Landesamt für Schule und Bildung. Um auch sicherzustellen, dass nichts in die Welt gesetzt oder verbreitet wird, was nicht so ganz den Tatsachen entspricht, werden wir auch nur Dinge veröffentlichen, die direkt von den Behörden kommen oder von da bestätigt wurden.

Um eine möglichst effiziente und einheitliche Kommunikation zu gewährleisten, möchten wir euch bitten, eure Fragen an die Adresse notfallteam@ler-sachsen.de zu schicken. Wir werden diese gesammelt mit den Behörden besprechen und die Antworten auf der Homepage veröffentlichen. Bitte seht davon ab, separat Fragen an die Behörden zu senden, da sich diese vor Anfragen sonst nicht retten können und alles lahmgelegt wird.

Beste Grüße aus dem Landeselternrat!

Nachrichten Übersicht

Weiterführende Links

Kontakt zum LER

Geschäftsstelle:
Per Mail:

FAQ – Corona

Der Landeselternrat ist der Meinung, dass eine zeitweise Aussetzung der Schulbesuchspflicht unter bestimmten Voraussetzungen (zum Beispiel regelmäßige Teilnahme an Tests zum Lernnachweis) eine Möglichkeit wäre, um die Lage in den Klassenzimmern etwas zu entspannen.

Dies hat der LandesElternRat dem Sächsischen Staatsminister für Kultus, Herrn Piwarz, vorgeschlagen und wurde klar abgewiesen. Sicherlich auch aus Angst vor Diskussionen darüber, ob Schulen nicht in Gänze obsolet sind. Zudem hat sich der LandesSchülerRat für eine Schulbesuchspflicht eingesetzt.

Der Landeselternrat hat sich bereits vor Veröffentlichung der Maskenpflicht für die höheren Klassen gegen eine solche ausgesprochen und dies in einem persönlichen Gespräch mit Herrn Staatsminister Piwarz auch bekräftigt. Von Seiten des SMK war kein Entgegenkommen oder eine Diskussion über andere Möglichkeiten ersichtlich.
Wir stehen da leider auch in Diskrepanz mit dem Landesschülerrat.

Der Landeselternrat Sachsen sehen die aufgezeigten Fragestellungen und Probleme und setzt sich immer wieder im Kultusministerium dafür ein, dass hier flexiblere und langfristige Lösungen gefunden werden, um die Schüler unter Beachtung der Empfehlungen des RKI zu beschulen und damit dem Schutz der Gesundheit den angemessenen Stellenwert einzuräumen.
Auch wenn es bislang in diesem Schuljahr von mäßigem Erfolg gekrönt war, werden wir nicht müde, uns weiter dafür einzusetzen.

Nach § 56 Abs. 1a IfSG bekommen die Eltern die Entschädigung, wenn das Kind unter 12 Jahren ist, keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit besteht und die Eltern das Kind selbst betreuen müssen. Natürlich gilt dies nicht, wenn die Schule oder die Kita wegen Ferien oder Betriebsruhe sowieso geschlossen sind. Allerdings gibt es Anspruch auf Entschädigung, wenn das Kind die Grundschule besucht und im Hort angemeldet ist.
Ist das Kind in der fünften Klasse ohne Hortanmeldung, besteht kein Anspruch auf Verdienstausfall.
Bitte beachten Sie, dass wir im Landeselternrat keine derartig fundierte juristische Ausbildung haben, dass wir hier gleich einem Anwalt o.ä. beraten können und daher auch keine Haftung übernehmen können.

Nein, außer für den Schwimmunterricht, der aufgrund der Schließung der Schwimmhallen nicht stattfinden kann.

 

Nein! Es steht noch nicht bis ins letzte Detail fest, wie es an welcher Schule laufen soll. Derzeit ist geplant, dass die Prüfungen zu den geplanten Terminen stattfinden und zwischen den Prüflingen sehr viel Platz gelassen wird. Wenn eine Schule dies räumlich oder aufgrund fehlender Aufsichtspersonen nicht gewährleisten kann, gibt es auch noch Nachschreibetermine, die mit genutzt werden können.

Aufgrund dessen, dass auch wieder gewisse Fristen daran gebunden sind, z. B. die Bewerbungen an den Hochschulen, die bis Mitte Juli erfolgen müssen, laufen auch hier Gespräche, diese Fristen notfalls zu verschieben.

Update 28.03.2020
Die Kultusministerkonferenz hat am 25.
März beschlossen, an den geplanten Prüfungsterminen vorerst
festzuhalten. Den Schülerinnen und Schülern werden keine Nachteile aus
der jetzigen Ausnahmesituation entstehen.
Am 27.03.2020 wandte sich Staatsminister Piwarz mit einem Brief an alle Abiturientinnnen und Abiturienten

In jeglichen Krankheitsfällen können die Abschlussprüfungen, wie
jedes Jahr, zu den festgelegten Nachschreibe-Terminen abgelegt werden.

Unter folgenden Link erhalten Sie Antworten zu weiteren Fragen, wie z.B.:

Wie wird sichergestellt, dass der gesamte Unterrichtsstoff bis zu Prüfung behandelt wurde?
Gibt es Auswirkungen auf die mündlichen Prüfungen?

und viele mehr.

https://www.coronavirus.sachsen.de/faq-pruefungen-4369.html

Das sächsische Staatsministerium für Kultus überlässt es den Schulen, bzw. den Lehrern selbst, wie und in welchem Umfang diese Lernaufgaben vergeben. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass der Umfang der Lernaufgaben und die damit verbundene Arbeitszeit sehr unterschiedlich ist. Grundsätzlich ist es den Pädagogen gestattet, den Schülern neuen Lernstoff im Selbststudium aufzutragen und auch Teile der Lernaufträge zu benoten.

Bitte bedenken Sie hierbei, dass es auch für die Lehrer Ihrer Kinder das erste Mal ist, solch eine Herausforderung zu meistern. Kommunizieren Sie aktiv mit den Lehrern und der Schulleitung, erfragen Sie Unverständliches und geben den Lehren konstruktives Feedback zu den Lernaufgaben. So werden auch die Lehrer Ihrer Kinder lernen, einzuschätzen, was für die Kinder (und auch für die Eltern) leistbar ist.

Viele Pädagogen und Lehrerverbände stimmen überein, dass zwei Stunden intensives Arbeiten, für Grundschüler eine Stunde, im häuslichen Umfeld ausreichend sind. Ebenfalls sollen Eltern von dem Anspruch Abstand nehmen, den normalen Schulunterricht zu Hause leisten zu können.

Die aktuellen Beschränkungen zwingen uns dazu, die Alltag anders zu gestalten, als wir es gewohnt sind. Neben dem normalen Haushalt arbeiten viele Elternteile im Home-Office und unterstützen gleichzeitig ihre Kindern bei den Lernaufgaben. Oft gibt es in Familien, inbesondere mit mehreren schulpflichtigen Kindern, Probleme bei der Einteilung der häuslichen Ressourcen. Auch ist es als normal anzusehen, dass nicht jedes Familienmitglied seinen eigenen Computer oder sein eigenes Tablet hat. Immer mehr Schulen versuchen, auf digitalen Wegen mit den Schülern in Kontakt zu bleiben und bieten teilweise auch Videokonferenzen an, was wir grundsätzlich begrüßen. Das führt immer öfter zu Problemen, wenn es um die Nutzung der Geräte geht, weil jeder in der Familie darauf Anspruch erhebt.

Sollten Sie Probleme mit der Teilnahme an solchen Konferenzen oder auch mit dem Herunterladen von Lernaufgaben von Portalen haben, muss das auch seitens der Schule berücksichtigt werden. Sprechen Sie die jeweiligen Lehrerinnen oder Lehrer direkt darauf an, denn auch in der aktuellen Situation sind Lehrerinnen und Lehrer dazu verpflichtet individuell und lerndifferent zu unterrichten, was schlicht auch bedeutet, dass auf die individuelle Situation des einzelen Schülers Rücksicht genommen werden muss. Wir empfehlen Ihnen, Ihre persönliche Situation der Schule zu schildern und gemeinsame Lösungen mit den Lehrerinnen und Lehrern zu finden.

Außerunterrichtliche Veranstaltungen wie auch verschiedene Praktika werden bis zum Schuljahresende abgesagt oder sind abzusagen. Dies ergibt sich aus Punkt 1.1. der Allgemeinverfügung vom 16.03.2020.

Berufspraktika der verschiedenen berufsbildenden Schulen können aufgrund der deutlichen Zuordnung zum beruflichen Teil der Ausbildung dort als freiwilliger Praxiseinsatz durchgeführt werden, wo Praktikumsträger als Partner damit einverstanden sind.
Ausgeschlossen sind Praxiseinsätze in:

  • Kindertageseinrichtungen
  • Kindertagespflege
  • heilpädagogische Kindertageseinrichtungen

Die Regelung gem. § 30 Abs. 4 Nr. 3 der Schulordnung Berufsfachschule (BFSO), nach welcher der Schüler oder die Schülerin die berufspraktische Ausbildung zu 80 Prozent absolviert haben muss, um die Ausbildung mit Erfolg abzuschließen, wir für das Schuljahr 2019/2020 ausgesetzt.


    Eltern, die im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeiten, z.B. Polizei, Ärzte, Altenpflege, können eine Notfallbetreuung in Anspruch nehmen. Die Liste der Berufe, die in den Bereich kritische Infrastruktur fallen, findet man hier: http://schule-sachsen.de/20_03_16_Allgemeinverfuegung_Corona_Kita_Schulen_Liste.pdf

    Um die Notfallbetreuung in Anspruch zu nehmen, muss der Schule/Kita die Tätigkeit nachgewiesen werden. Dies geschieht mittels eines Formblatts: http://schule-sachsen.de/20_03_16_Allgemeinverfuegung_Corona_Kita_Schulen_Formular.pdf

    Unter folgenden Link finden Sie weitere Antworten auf Fragen wie:
    Wie wird die Notbetreuung organisiert?
    Ich kann keine Notbetreuung nutzen, erhalte ich eine Lohnfortzahlung?
     
     

    Ja, grundsätzlich ist der Betrieb aller Schulen in staatlicher und freier Trägerschaft eingestellt worden. Auch die Betreuung in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen sind ausgesetzt. Jedoch werden Notfallbetreungen (siehe Punkt Notfallbetreung) in fast allen Eintrichtungen angeboten. 

    Allgemeinverfügung

    Sachsens Staatsregierung und die kommunalen Trägerverbände haben sich am 20.03.2020 auf eine einheitliche Regelung bezüglich der Kita- und Hortbeiträge geeinigt. Demnach sollen die Beiträge für die Zeit der Nichtbetreuung ausgesetzt werden und keine Abbuchung mehr erfolgen. Städte und Gemeinden werden in die Vorfinanzierung gehen bis eine gestzliche Regelung dazu erarbeitet wurde.

    Die Schließung der Schulen und Kitas ist zunächst bis zum Ende der Osterferien (17.04.) angeordnet. Ob dies anschließend verlängert wird, kann derzeit nicht abgesehen werden.

    Es sind bis zum Ende des Schuljahres alle Klassenfahrten abzusagen, die ein Ziel außerhalb Sachsens haben. Klassenfahrten mit Ziel in Sachsen sind zunächst bis zu den Osterferien abzusagen, ob dies verlängert wird, bleibt abzuwarten.

    Die Stornokosten wird der Freistaat Sachsen tragen, so dass die Eltern das komplette Geld erstattet bekommen.